Umspannwerk 1. OG

1.OG

Die Ausstellung «Collapse» versammelt Arbeiten von 18 Künstler*innen. Sie findet im ehemaligen Umspannwerk Neukölln in der Richardstraße 20 statt und bespielt Räume auf drei Etagen. Ausgehend vom Festivalthema der 48 Stunden Neukölln «Boom» und der im Open Call eingereichten Bewerbungen haben Rebekka Liebmann und Martin Steffens als Kurator*innen eine Auswahl getroffen und einige wenige Positionen jenseits der Bewerbungen zusätzlich eingeladen.

Das Umspannwerk eignet sich aufgrund seiner historisch engen Verbindung mit Energie ganz besonders als Ausstellungsort zum Thema BOOM. Von hier aus wurden die Nord-Neuköllner Haushalte seit dem Ende der 1920er Jahren mit Elektrizität versorgt. Einige der ausgestellten Werke beziehen sich ortsspezifisch auf diesen Nutzungsaspekt des Gebäudes. Anderen dient das Industriedenkmal als reizvoller Raum für Installationen und Präsentationen. Denn die unterschiedlich dimensionierten Räume, eignen sich auch aufgrund ihrer gleichmäßigen Helligkeit und fast theatralen Beleuchtungssituation hervorragend für die Präsentation von Kunst.

In der Ausstellung «Collapse» werden ausschließlich abstrakte Werke gezeigt. Sie beschäftigen sich also nicht im erzählerischen oder abbildenden Sinne mit dem «Boom». Häufig sind sie expressiv im Ausdruck und verkörpern durch Farbigkeit, Materialität und Gestaltung Aspekte einer Expansion oder eines Kollapses. Ihre Formensprache ist meist von großer Kraft, Spannung und Energie geprägt. Oder aber, in der Negation dieser Aspekte, verschmelzen sie geradezu mit dem Ort. Trotz der meist ungegenständlichen Anlage lassen sich Bezüge zu sehr unterschiedlichen, auf das Festivalthema zu beziehenden Themenfeldern herstellen.